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Das Wort "Plankton" stammt natürlich aus dem Alt- Griechischen und bedeutet
soviel wie "das Umherirrende, das Umhertreibende". Es handelt sich dabei um
Wasserorganismen in der Freiwasserzone (Pelagial), die sich nicht durch ihre
Eigenbewegung der Strömung bzw. den Wasserturbulenzen widersetzen
können- somit also der Willkür des Wassers vollkommen ausgeliefert sind.
Funktionell lässt sich das Plankton in das autotrophe Phytoplankton (vgl.
terrestrische Pflanzen), das heterotrophe Zooplankton (vgl. terrestrische
Tiere) und das detritivore Bakterio- und Mykoplankton (Pilze) unterteilen.
Davon zu unterscheiden ist das Nekton, "das Schwimmende" (Fische,
Tintenfische, Meeressäuger, Meeresreptilien, Vögel), das im Gegensatz zum Plankton Position und Richtung im Wasser
aktiv bestimmen kann.
Jeder in natürlichen Gewässern badende Mensch ist bereits millionenfach
mit Plankton in Berührung gekommen! Nur wissen dies die allerwenigsten bzw.
kennen sie nur die größten Vertreter des Planktons aus den Sommerurlauben am
Meer, nämlich die von vielen als unliebsam erfahrenen gelatinösen
Quallen! Grund für diese Unkenntnis ist der Größenmaßstab des Planktons
(<200 nm- >2cm). Jedoch kann man Plankton aktiv erleben, wenn man bewusst
danach Ausschau hält! Dazu benötigt man kein Mikroskop, sondern nur das
wache Auge, um z.B. Zooplankton an der Oberfläche von See und Meer zu
beobachten (~0,2- 2 mm groß). Natürliche Gewässer sind also voll mit
planktischem Leben und es gibt nur ganz wenige Ausnahmen (Extremststandorte,
wie z.B. hypersaline Seen oder hyperthermale Quellen), wo man Plankton nicht
mehr finden kann.
Wie auch in terrestrischen Ökosystemen, besteht das pelagische Ökosystem
aus einer Vielzahl von Nahrungsketten, die ein ganzes Geflecht aus möglichen
Fraßbeziehungen zwischen den einzelnen funktionellen Gruppen bzw.
Trophieebenen (Autotrophe->Heterotrophe) ausbilden kann. Man spricht vom
sog. pelagischen Nahrungsnetz. Dieses Nahrungsnetz steht in vielerlei
Hinsicht auch mit dem Benthos (Bodenbewohner) in Verbindung.
Abiotische Faktoren (z.B. Licht, Temperatur, Nährstoffe) und biotische
Faktoren (z.B. Konkurrenz um die bestehenden Ressourcen,
Überlebensstrategien und die angesprochenen Fraßbeziehungen) sind einige der
Gebiete, mit denen sich die Planktologie beschäftigt.
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