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DOKTORARBEIT Seit März 2004
bin ich Doktorand bei PD Dr. H. Stibor ("Aquatic Ecology- LMU
München") und arbeite seit Juli intensiv an meinen marinen
Plankton- Kenntnissen an der Biologischen Station (TBS) in
Trondheim. Anders als während des Studiums ist man bei einer
Doktorarbeit von Geldern abhängig. Geldern, die sowohl einem
selbst das Überleben sichern, als auch das Projekt finanzieren
sollten. "Forschung ist teuer" und "es gibt kein Geld"- Sätze,
die man nun nach dem Studium sehr oft hört! Klar, diese Art von
Biologie ist nicht unbedingt danach bestrebt das Resultat eines
Projektes zu vermarkten. Sie dient vielmehr der
Grundlagenforschung, die versucht Prozesse im marinen
Nahrungsnetz auszuarbeiten und weiter zu verstehen. Letztendlich
sind es andere, die sich der Erkenntnisse dieser Forschung
bedienen und daraus Profit schlagen können. Doch muss nicht auch
bei den Biologen diesbezüglich ein Umdenken stattfinden? -Meine
große Hoffnung ist die Aquakultur, die bei immer knapper
werdenden natürlichen Ressourcen, wie Fisch und
"Meeresfrüchten", an Bedeutung hinzugewinnt. Außerdem
erschließen sich gerade im indochinesischen Raum neue Märkte mit
ungeahnten Eßgewohnheiten der dort lebenden Menschen und dies dürfte
eine nicht zu unterschätzende Geldquelle darstellen, die es uns
Biologen möglicher Weise erleichtern könnte von staatlichen
Mitteln unabhängiger zu werden.
Doch trotz dieser etwas nachdenklichen Worte; der Spaß und die
Neugier muss während einer Doktorarbeit im Vordergrund
stehen, denn es gibt in dieser Zeit (~3 Jahre) genügend
Rückschläge, die einem das Leben schwer machen können! Meine
Arbeit ist in drei Felder unterteilt: a.) Futterkonsumption
bzw. -selektivität von Dorsch- Larven (optische Jäger) und
der Ctenophore Bolinopsis infundibulum (nicht optischer Jäger)
b.) saisonale Abundanz und Zusammensetzung des Zooplanktons im
Trondheimsfjord (Trollet- Programm) c.) stabile N- Isotopen-
Analyse von Hydromedusen, Siphonophoren, Scyphomedusen und
Ctenophoren des Trondheimfjordes |