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Das Meer bedeckt etwa 70% der Erdoberfläche und etwa die
Hälfte der weltweiten biologischen Produktion findet im Meer
statt. Während der Mensch durch Landwirtschaft auf dem
Festland Getreide, Obst und Gemüse zu nutzen weiß, haben die
Primärproduzenten des Meeres für die menschliche Ernährung
einen geringen Stellenwert (Algen). Fisch aus dem Meer hat
hingegen seit Menschen Gedenken eine wichtige Rolle
gespielt. Kommerziell wichtige Fischarten, wie z.B. Kabeljau
und Hering sind durch erbarmungslosen Fischfang in den
letzten Jahrzehnten so sehr dezimiert worden, dass neben
Fischereimanagement die Aquakultur einen immer wichtiger
werdenden Wirtschaftszweig einnehmen wird, um den größer
werdenden "Fischhunger" der Menschen zu stillen. |
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Eine von vielen möglichen marinen pelagischen Nahrungsketten
aus einem marinen Nahrungsnetz. Wie auf dem Land bilden
die pflanzlichen Zellen durch Photosynthese die
Primärproduktion und stehen deshalb an unterster Stelle. Die
Produktion der Algen und ihre Verwertbarkeit für tierisches
Zooplankton entscheiden über die Art der Nahrungskette bzw.
über die mögliche Zahl der einzelnen Kettenglieder.
Der Hauptbestandteil des marinen Zooplanktons wird durch
kleine Krebstiere gebildet, sog. Copepoden, die sich von den
Algen ernähren, also hauptsächlich herbivor sind.
Copepoden sind für fast alle juvenilen marinen Fischarten
wichtigstes Beutetier. Der Hering z.B. ist ein rein
planktivorer Fisch, der sich auch im adulten Stadium
ausschließlich von Zooplankton ernährt.
Jungfische und planktivore Schwarmfische sind Nahrung
größerer Prädatoren, wie in meinem rechten Beispiel, der
Schwertfisch.
Klar soll bei der Skizze auch werden, dass sich die Zahl
der Individuen in den einzelnen Kettengliedern mit der Höhe
der Kette verringert und eine pyramidenähnliche Form
aufweist. |
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Die Süßwasser- Aquakultur hat gerade in Bayern eine lange
Tradition (Kloster-/Fischteichwirtschaft; Forellen- und
Karpfenzucht). Die marine Aquakultur hingegen ist eine
relativ neue Disziplin. Die industrielle Lachszucht hat sich
mittlerer Weile in Schottland und in Norwegen stark
etabliert. Bisher wird der Zuchtfisch mit gefangenem Fisch
(Fischmehl bzw. Fischpellets) gemästet, eine ökologisch
gesehen ineffektive Art und Weise, da der Lachs mit Tieren
aus dem gleichen Kettenglied ernährt wird, den er selbst
besetzt. |
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Der Lachs ist wegen seiner geringen Futter- Ansprüche
relativ einfach zu züchten, weshalb sich ökologisch
sinnvollere Wege noch nicht durchgesetzt haben. Andere
Fischarten, wie z.B. der Kabeljau/Dorsch werden durch
Überfischung der natürlichen Bestände für die Zucht immer
interessanter. |
Oft sind diese Fischarten jedoch nicht so
genügsam wie der Lachs und der Erfolg einer Zucht hängt oft
vom richtigen Futter ab. Deshalb ist es nun sehr wichtig die
Futter- Bedürfnisse dieser Fische in der Natur zu
erforschen, um sie in der Aquakultur möglichst effektiv
nutzen zu können.
Wie in allen intensiv betriebenen Kulturen, stellt auch die
Aquakultur eine Herausforderung im Sinne einer ökologisch
vertretbaren Nutzung dar. Damit Fäkalien der Zuchtfische,
Futterreste, Parasiten und Antibiotika die Umgebung der
Aquakultur nicht übermäßig beeinträchtigen, bedarf es gut
durchdachter Lösungen. |
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DER ELCH
Kein anderes Tier löst bei dem klassischen
Skandinavienurlauber soviel Emotionen aus, wie der Elch! "Ich
will einen Elch sehen", so hört man von fast jedem Neuankömmling
in Skandinavien. Allzu oft entscheidet die Begegnung mit ihm
über den Ausgang einer solchen Reise durch die borealen
Landschaften des Nordens.
Aus dem großelterlichen Brockhaus (1953) ist über ihn
folgendes zu lesen (->Zitat): "Gattung Alces, zu den
Hirschen gehörig, Riesenformen des Elchs sind aus dem Pleistozän
bekannt. In Eurasien leben 2 Unterarten: die eine in
Skandinavien, Lappland, Finnland, im Baltikum, in Ostpreußen,
Polen, im westlichen Teil der Sowjetunion und Sibirien bis
Xenis- See und Baikalsee; die andere in Sibirien östlich des
Xenis- Sees, Mongolei und Mandschurei. In Mitteleuropa wurden
wegen des Rückgangs der Elche mehrfach Wiederbesiedlungsversuche
gemacht (z.B. Schorfheide bei Berlin; Darß/Vorpommern). Der
amerikanische Elch ist im nördlichen Nordamerika heimisch. Elche
werden bis 3 m lang (2 m Schulterhöhe; Gewicht rund 400 kg). Der
Körper ist plump; der Kopf ist groß mit überhängender Oberlippe,
der kräftige Hals hat eine kurze Mähne; auch der Schwanz ist
kurz; die Hufe sind spreizbar. Das Fell des Elchs ist im Sommer
rötlich- braun bis schwärzlich mit glänzend dunkel-
schwarzbrauner Mähne und Kopfseite; Schnauze, Beine, Bauch,
Brust und Augenringe sind grau. Im Winter ist das Fell heller.
1- 2 rotbraune ungefleckte Kälber kommen nach neunmonatiger
Tragzeit zur Welt. Das Geweih ist entweder schaufelartig mit
vorderseitiger Zackung oder stangenartig (bis zu 20 kg schwer).
Die Elche leben in Sumpfniederungen und sind als vorwiegende
Blattäser forstschädigend. Die Elche treten nicht in Rudeln
auf."
(widersprüchliche Angaben bzw. Zusatzinformationen aus
anderen Quellen: 7 Unterarten im Norden Europas und Asiens sowie
in Nordamerika; Gewicht 800 kg; männliche Tiere tragen am Hals
einen lang herabhängenden Hautsack, die sog. Wamme; ihr
mächtiges Schaufelgeweih und ihre Vorderhufe setzen sie als
gefährliche Waffe ein; Elche können weite Strecken an Land
laufen und sind gute Schwimmer. MEINE BEGEGNUNGEN Auf meinen
Touren bin ich diesem eleganten Waldbewohner unzählige Male
begegnet. Um einen Elch zu sehen, muss man nicht weit in den
Norden fahren, sondern kann ihm, wenn man etwas Glück hat, sogar
am Südzipfel Schwedens (Ystad) begegnen. Ratsam sind die wenig
genutzten und oft ungeteerten Nebenstraßen zu benutzen, sowie im
Dämmerlicht auf die Pirsch zu gehen. Auffällig ist sein
Verhalten gegenüber eines sich ihm nähernden Menschen. Gerade die
jungen und eher unerfahrenen Elche lassen den Beobachter sehr
nahe an sich heran (ca. 20 m). Der Elch folgt mit erhobenem Kopf
und aufgestellten Ohren, steht aber regungslos dort. Erst wenn
ein gewisser "Sicherheitsabstand" überschritten wird, kann man
seine leichtfüßige Art zu laufen kennen lernen. Allerdings läuft
er dann oft nicht kopflos davon, sondern bleibt nach einigen
Metern erneut ruhig stehen und beobachtet den ihm wieder
nähernden Menschen. Spätestens beim Folgen des Elches über
unwegsames Terrain, sieht man schnell ein, dass er optimal mit
seinen langen Beinen an die Verhältnisse angepasst ist. Wenn er
einen dann so aufmerksam beobachtet, wie man sich durch den Wald
kämpft, um ihm näher zu kommen, glaubt man ihm anmerken zu
können, dass er uns Menschen auslacht. Er ist der König der
Wälder und das weiß er. Er fürchtet nichts!
ELCHJAGD Allerdings hat es sich im Herbst für viele Elche
ausgelacht, denn dann wird der Elch vom Menschen gejagt. Die
Jagd ist stark reglementiert und gibt genau vor, wie viele
Männchen, Weibchen und Kälber pro Kommune geschossen werden
dürfen. Die Norweger sagen, dass der Elch diese Zeit kennt und
es deshalb auch sehr schwer ist den Elch zu jagen, der sich dann
oft in unwegsames Gelände zurückgezogen hat. Kaum zu glauben,
wenn man während des ganzen Jahres Elche auf den Feldern und
sogar in den Städten sehen kann. Dabei handelt es sich jedoch oft um
Einjährige, die im April/Mai von ihren Müttern vertrieben
wurden, bevor die Weibchen neue Kälber gebären. Kopflos irren diese Jungelche durch die Lande und so mancher Autofahrer weiß ein
Lied davon zu singen, wenn ein solcher Elch plötzlich die Straße
quert (Elchtest!). Um bei der Jagd dem Elch auf die Schliche zu
kommen, wird oft ein speziell dafür gezüchteter Hund, sog.
elghund benutzt, der den Elch auffindet und durch lautes Bellen
stellt. Der Jäger folgt dem Gebell, nähert sich dem Ort und
falls es die Quote erlaubt, wird der Elch geschossen.
Anschließend muss der tote Elch sofort ausgenommen werden, da
seine Innereien schnell verderben und das Fleisch ungenießbar
machen. Wer einmal Elchfleisch probiert hat, der weiß es zu
schätzen. Es handelt sich dabei um ein helles mageres Fleisch
und es ist in seiner Konsistenz bzw. seinem Geschmack dem
Rindfleisch ähnlich. Wie viele Elche es tatsächlich in
Skandinavien gibt, weiß niemand genau, doch zeigen die
jährlichen Abschussstatistiken eine immer noch wachsende und
große Population an. Zu erklären ist dieses Phänomen mit den
selten vorkommenden Freßfeinden, wie Bär und Wolf, und weniger
strengen Wintern, die es auch schwachen Tieren ermöglichen das
nächste Frühjahr zu erleben. |